Die Gasdichtigkeit unseres Wärmepumpenrohrsystems FLEXSTAR wurde im Rahmen einer unabhängigen Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg erfolgreich nachgewiesen. Die Prüfung erfolgte in Anlehnung an die FHRK-Prüfgrundlage GE 101 gemäss Qualitätsstufe D01. Dabei wurde die Gasdichtheit gegenüber positivem Luftinnendruck geprüft und bestätigt.
Die Zertifizierung umfasst folgende geprüfte Ausführungen:
Beide Varianten wurden in Kombination mit folgendem Zubehör als Systemprüfung erfolgreich getestet:
Die Prüfung wurden mit folgenden Kriterien umgesetzt gemäss der Qualitätsstufe D01
Gasdichtheit gegenüber positivem Luftinnendruck nachgewiesen
Die Prüfungen bestätigten, dass die zulässige Leckrate nicht überschritten wurde und kein Druckverlust auftrat. Damit erfüllt das System die Anforderungen der FHRK Prüfgrundlage GE 101 in vollem Umfang.
Die Zertifizierung gilt ausschliesslich für die geprüfte Systemkonfiguration. Sie ist nur dann gültig, wenn das Rohrsystem FLEXSTAR in einer Wärmepumpenanwendung in Kombination mit den oben aufge-führten Komponenten und dem definierten Zubehör eingesetzt wird. Für diese Anwendung bieten wir zudem speziell abgestimmte Wärmepumpen-Sets an, die genau diese zertifizierte Systemkonfiguration abdecken.
Im Zusammenhang mit Wärmepumpen bedeutet Gasdichtigkeit die sichere Abdichtung der Leitungsdurchführung durch die Kellerwand oder Bodenplatte. Ziel ist es, zu verhindern, dass im Schadensfall der Wärmepumpe Kältemittel über die Rohrleitungen oder deren Durchführungen in das Gebäude gelangen.
Gerade in modernen, energieeffizienten und luftdichten Gebäuden können sich unkontrollierte Gasströmungen stärker auswirken, da der natürliche Luftaustausch geringer ist. Eine fachgerecht ausgeführte und geprüfte gasdichte Hauseinführung leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Gebäude und Personen.
Ein Kältemittel wird in der Praxis nur dann zu einem akuten Explosionsrisiko, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
Im Aussenbereich verflüchtigt sich austretendes Kältemittel meist schnell.
In geschlossenen Innenräumen ist das Risiko hingegen deutlich höher.
Relevante brennbare Kältemittel in Wärmepumpen
Einige in Wärmepumpen eingesetzte Kältemittel sind brennbar und müssen daher bei der sicherheitstechnischen Betrachtung berücksichtigt werden.
A3 = hoch brennbar
A2L = mild brennbar
Was bedeutet nun „gasdicht“ bei FLEXSTAR aus technischer Sicht?
Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet gasdicht, dass die Hauseinführung beziehungsweise das Leitungssystem so ausgeführt ist, dass kein Kältemittel in relevanter Menge in das Rohrsystem oder in das Gebäude eindringen kann – weder in gasförmigem noch in flüssigem Zustand.
Konkret umfasst dies folgende Anforderungen:
Bei unserer Systemlösung FLEXSTAR im Set mit Schraubverbindungen, EPDM-Endkappen, Dichtring, Schlauchschellen und Kabel-Endmanschetten wurde diese Gasdichtigkeit im Rahmen einer kompletten Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg geprüft und bestätigt. Der Nachweis erfolgte gemäss FHRK GE 101 in der Qualitätsstufe D01.
Nachfolgendes Bild zeigt FLEXSTAR mit den Setkomponenten in typsicher Anwendung.
Das Risiko bei einer beschädigten oder undichten Leitung der Wärmepumpe ist das dann austretende Kältemittel. Je nach Betriebszustand ist dabei nicht nur ein gasförmiger, sondern auch ein flüssiger Austritt möglich. Diese Kältemittel können sich theoretisch durch das vorisolierte Rohrsystem von der Wärmepumpe bis ins Haus bewegen. Das ausgetretene Kältemittel kann anschliessend verdampfen und sich insbesondere in geschlossenen oder tieferliegenden Räumen wie Kellern, Technikräumen oder Schächten ansammeln.
Die reine Längswasserdichtigkeit gemäss EN 15632-2 ist hierfür nicht ausreichend. Der Grund: Kältemittel können sich aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften anders verhalten als Wasser. Sie können in flüssiger Form austreten, verdampfen und sich als Gas im Gebäude ausbreiten. Eine zusätzliche gasdichte Ausführung der Hauseinführung der Wärmepumpenleitung ist daher sicherheitstechnisch relevant.
Die Dichtheit gegenüber Radon und weiteren Gasen aus dem Erdreich wird in der Regel bereits durch die eingesetzte Ringraumdichtung sichergestellt. Im Fall von Wärmepumpen geht es jedoch um ein anderes Szenario: Hier steht nicht das Eindringen von Gasen aus dem Erdreich im Vordergrund, sondern das mögliche Austreten von Kältemittel aus dem Wärmepumpensystem.
Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet „gasdicht“, dass die Hauseinführung beziehungsweise das Leitungssystem der Wärmepumpe so ausgeführt ist, dass kein Kältemittel in relevanter Menge in das Rohrsystem oder in das Gebäude eindringen kann – weder in gasförmigem noch in flüssigem Zustand.
Konkret umfasst dies folgende Anforderungen:
Bei Systemlösungen wie FLEXSTAR von BRUGG Pipes wurde diese Gasdichtigkeit im Rahmen einer kompletten Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg geprüft und bestätigt. Der Nachweis erfolgte gemäss FHRK GE 101 in der Qualitätsstufe D01.
Für die gasdichte Ausführung einer Hauseinführung existiert kein eigenständiges „Gasdichtheitsgesetz“. Anforderungen ergeben sich jedoch mittelbar aus Bau-/Schutznormen und aus Betreiberpflichten rund um Kälte-/Wärmepumpenanlagen (je nach Land).
Baurechtliche Anforderungen
Indirekt relevant sind insbesondere:
In der Praxis bedeutet das:
Durchdringungen von Kellerwänden und Bodenplatten sind so zu planen und auszuführen, dass sie dauerhaft dicht sind und unerwünschte Stoffeinträge minimiert werden
Für Wärmepumpen-/Kälteanlagen mit fluorierten Kältemitteln gelten (EU/DE) u. a.:
Diese Regelwerke verpflichten Betreiber und Fachunternehmen zu:
Bei Verstössen drohen Sanktionen: