Haus und Wärmepumpe mit gasdichtem FLEXSTAR Wärmepumpenrohr verbunden
Gasdichtes PEX-Rohrsystem für Wärmepumpen Erste zertifizierte Lösung für gasdichte Wärmepumpenanschlüsse. Geprüft nach FHRK GE101 (D01)
Erste zertifizierte Lösung für gasdichte Wärmepumpenanschlüsse. Geprüft nach FHRK GE101 (D01)
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Gasdichte Wärmepumpenleitung für maximale Sicherheit in Gebäuden

Erstes und einziges vorisoliertes PEX-Rohrsystem mit Gasdichtigkeitszertifizierung

 

Die Gasdichtigkeit unseres Wärmepumpenrohrsystems FLEXSTAR wurde im Rahmen einer unabhängigen Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg erfolgreich nachgewiesen. Die Prüfung erfolgte in Anlehnung an die FHRK-Prüfgrundlage GE 101 gemäss Qualitätsstufe D01. Dabei wurde die Gasdichtheit gegenüber positivem Luftinnendruck geprüft und bestätigt.

 

 

Die durchgeführte Gasdichtigkeitsprüfung im Detail

  • Geprüfte Systemvarianten

    Die Zertifizierung umfasst folgende geprüfte Ausführungen:

    • Rohrsystem FLEXSTAR DUO 32+32/105 mit EPDM-Endkappe in Verbindung mit Kabel-Endmanschetten am FLEXSTAR-Aussenmantel sowie an den Medienrohren
    • Rohrsystem FLEXSTAR DUO 32+32/105 mit DHEC-Schrumpfendkappe

     

    Beide Varianten wurden in Kombination mit folgendem Zubehör als Systemprüfung erfolgreich getestet:

    • Curaflex C40/M/S Ringraumdichtung
    • DOYMAfix KEM Kabelendmanschetten für die Leerrohre
  • Prüfkriterien

    Die Prüfung wurden mit folgenden Kriterien umgesetzt gemäss der Qualitätsstufe D01

    • Prüfmedium: Luft / Stickstoff
    • Prüfdruck gemäss FHRK D01
    • Zulässige Leckrate: < 1 dm³/h
    • Kein Druckabfall während der Prüfzeit
    • Gasdichtheit gegenüber positivem Luftinnendruck nachgewiesen

      Die Prüfungen bestätigten, dass die zulässige Leckrate nicht überschritten wurde und kein Druckverlust auftrat. Damit erfüllt das System die Anforderungen der FHRK Prüfgrundlage GE 101 in vollem Umfang.

  • Gültigkeit

    Die Zertifizierung gilt ausschliesslich für die geprüfte Systemkonfiguration. Sie ist nur dann gültig, wenn das Rohrsystem FLEXSTAR in einer Wärmepumpenanwendung in Kombination mit den oben aufge-führten Komponenten und dem definierten Zubehör eingesetzt wird. Für diese Anwendung bieten wir zudem speziell abgestimmte Wärmepumpen-Sets an, die genau diese zertifizierte Systemkonfiguration abdecken.

Warum ist die Gasdichtigkeit bei Wärmepumpen und deren Leitungen relevant?

 

Im Zusammenhang mit Wärmepumpen bedeutet Gasdichtigkeit die sichere Abdichtung der Leitungsdurchführung durch die Kellerwand oder Bodenplatte. Ziel ist es, zu verhindern, dass im Schadensfall der Wärmepumpe Kältemittel über die Rohrleitungen oder deren Durchführungen in das Gebäude gelangen.

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Warum ist das sicherheitsrelevant?

Gerade in modernen, energieeffizienten und luftdichten Gebäuden können sich unkontrollierte Gasströmungen stärker auswirken, da der natürliche Luftaustausch geringer ist. Eine fachgerecht ausgeführte und geprüfte gasdichte Hauseinführung leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Gebäude und Personen.

Ein Kältemittel wird in der Praxis nur dann zu einem akuten Explosionsrisiko, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • das Kältemittel ist brennbar
  • es tritt in ausreichender Menge aus
  • es mischt sich in einem kritischen Konzentrationsbereich mit Luft
  • es ist eine Zündquelle vorhanden

Im Aussenbereich verflüchtigt sich austretendes Kältemittel meist schnell.
In geschlossenen Innenräumen ist das Risiko hingegen deutlich höher.

Relevante brennbare Kältemittel in Wärmepumpen

Einige in Wärmepumpen eingesetzte Kältemittel sind brennbar und müssen daher bei der sicherheitstechnischen Betrachtung berücksichtigt werden.

A3 = hoch brennbar

  • R290 (Propan): brennbar; kann bei ungünstiger Durchmischung mit Luft eine explosionsfähige Atmosphäre bilden.
  • R600a (Isobutan): brennbar; vergleichbares Risiko.
  • R1270 (Propen / Propylene): brennbar; vergleichbares Risiko.

A2L = mild brennbar

  • R32: mild brennbar, aber sicherheitstechnisch relevant.
  • R454B / R454C: mild brennbare Mischkältemittel (typischerweise Klasse A2L).

Was bedeutet nun „gasdicht“ bei FLEXSTAR aus technischer Sicht?

Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet gasdicht, dass die Hauseinführung beziehungsweise das Leitungssystem so ausgeführt ist, dass kein Kältemittel in relevanter Menge in das Rohrsystem oder in das Gebäude eindringen kann – weder in gasförmigem noch in flüssigem Zustand.

Konkret umfasst dies folgende Anforderungen:

  • Kein Eintritt von Kältemittel in das Rohrsystem, unabhängig davon, ob dieses gasförmig oder flüssig austritt.
  • Kein relevanter Durchtritt des Mediums durch die Abdichtung oder das System.
  • Die geforderte Dichtheit ist unter definierten Prüfbedingungen nachgewiesen und nicht nur konstruktiv angenommen.

 

Bei unserer Systemlösung FLEXSTAR im Set mit Schraubverbindungen, EPDM-Endkappen, Dichtring, Schlauchschellen und Kabel-Endmanschetten wurde diese Gasdichtigkeit im Rahmen einer kompletten Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg geprüft und bestätigt. Der Nachweis erfolgte gemäss FHRK GE 101 in der Qualitätsstufe D01.

Nachfolgendes Bild zeigt FLEXSTAR mit den Setkomponenten in typsicher Anwendung.

gasdichtes Wärmepumpenrohr FLEXSTAR verbindet Wärmepumpe und Haus in einem Graben

Weiterführende sicherheitsrelevante und rechtliche Informationen

  • Welches Risiko besteht durch austretendes Kältemittel aus Wärmepumpen?

    Das Risiko bei einer beschädigten oder undichten Leitung der Wärmepumpe ist das dann austretende Kältemittel. Je nach Betriebszustand ist dabei nicht nur ein gasförmiger, sondern auch ein flüssiger Austritt möglich. Diese Kältemittel können sich theoretisch durch das vorisolierte Rohrsystem von der Wärmepumpe bis ins Haus bewegen. Das ausgetretene Kältemittel kann anschliessend verdampfen und sich insbesondere in geschlossenen oder tieferliegenden Räumen wie Kellern, Technikräumen oder Schächten ansammeln.

    Die reine Längswasserdichtigkeit gemäss EN 15632-2 ist hierfür nicht ausreichend. Der Grund: Kältemittel können sich aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften anders verhalten als Wasser. Sie können in flüssiger Form austreten, verdampfen und sich als Gas im Gebäude ausbreiten. Eine zusätzliche gasdichte Ausführung der Hauseinführung der Wärmepumpenleitung ist daher sicherheitstechnisch relevant.


  • Welche Rolle spielen andere Gase aus dem Erdreich bei Wärmepumpen?

    Die Dichtheit gegenüber Radon und weiteren Gasen aus dem Erdreich wird in der Regel bereits durch die eingesetzte Ringraumdichtung sichergestellt. Im Fall von Wärmepumpen geht es jedoch um ein anderes Szenario: Hier steht nicht das Eindringen von Gasen aus dem Erdreich im Vordergrund, sondern das mögliche Austreten von Kältemittel aus dem Wärmepumpensystem.


  • Was bedeutet gasdicht bei Wärmepumpenrohren in technischer Hinsicht konkret?

    Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet „gasdicht“, dass die Hauseinführung beziehungsweise das Leitungssystem der Wärmepumpe so ausgeführt ist, dass kein Kältemittel in relevanter Menge in das Rohrsystem oder in das Gebäude eindringen kann – weder in gasförmigem noch in flüssigem Zustand.

    Konkret umfasst dies folgende Anforderungen:

    • Kein Eintritt von Kältemittel in das Rohrsystem, unabhängig davon, ob dieses gasförmig oder flüssig austritt.
    • Kein relevanter Durchtritt des Mediums durch die Abdichtung oder das System.
    • Die geforderte Dichtheit ist unter definierten Prüfbedingungen nachgewiesen und nicht nur konstruktiv angenommen.

     

    Bei Systemlösungen wie FLEXSTAR von BRUGG Pipes wurde diese Gasdichtigkeit im Rahmen einer kompletten Systemprüfung durch die iro GmbH Oldenburg geprüft und bestätigt. Der Nachweis erfolgte gemäss FHRK GE 101 in der Qualitätsstufe D01.


  • Rechtliche Hintergründe bzgl. gasdichter Ausführung einer Hauseinführung

    Für die gasdichte Ausführung einer Hauseinführung existiert kein eigenständiges „Gasdichtheitsgesetz“. Anforderungen ergeben sich jedoch mittelbar aus Bau-/Schutznormen und aus Betreiberpflichten rund um Kälte-/Wärmepumpenanlagen (je nach Land).

     

    Baurechtliche Anforderungen

    Indirekt relevant sind insbesondere:

    • Anforderungen an die Luftdichtheit/Feuchteschutz der Gebäudehülle (z. B. Vermeidung von Feuchte- und Bauschäden durch Undichtheiten; planungs- und ausführungspflichtig).
    • Bauordnungsrechtliche Anforderungen zur Gefahrenabwehr (allgemeiner Schutz von Leben/Gesundheit).

     

    In der Praxis bedeutet das:
    Durchdringungen von Kellerwänden und Bodenplatten sind so zu planen und auszuführen, dass sie dauerhaft dicht sind und unerwünschte Stoffeinträge minimiert werden


  • Chemikalien-Klimaschutzverordnung & EU-F-Gas-Verordnung und gasdichter Installation bei Wärmepumpen: Worauf achten?

    Für Wärmepumpen-/Kälteanlagen mit fluorierten Kältemitteln gelten (EU/DE) u. a.:

    • EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase (seit 11.03.2024 in Kraft). 
    • Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) in Deutschland als nationales Umsetzungs-/Vollzugsrecht. 
    • Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) in der Schweiz (für Anlagen/Geräte mit Kältemitteln inkl. Dichtigkeitskontrolle, Wartungsheft/Meldung je nach Kategorie). 

    Diese Regelwerke verpflichten Betreiber und Fachunternehmen zu:

    • Sachkundiger/fachgerechter Installation und Arbeiten
    • Dichtheits-/Leckageanforderungen und Dokumentation

    Bei Verstössen drohen Sanktionen:

    • EU-Ebene: Die EU-Verordnung verpflichtet die Mitgliedstaaten, wirksame, verhältnismässige und abschreckende Sanktionen festzulegen – die konkrete Bussgeldhöhe ist national geregelt, nicht EU-weit pauschal. 
    • Deutschland: Unter der ChemKlimaschutzV/angrenzendem Vollzugsrecht können Ordnungswidrigkeiten mit erheblichen Bussgeldern belegt werden (in der Praxis werden häufig „bis 50.000 €“ genannt – das ist jedoch deutsches Sanktionsniveau, nicht „EU-weit“).