Stellungnahme zur Verwendung von HFO als Treibmittel für die Isolierung von Rohrsystemen in Bezug auf Gesundheit und Umwelt
Zu den Bedenken hinsichtlich der Verwendung von HFO (Hydrofluorolefinen) in isolierten Rohrsystemen und deren möglichen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt nehmen wir wie folgt Stellung.
BRUGG Pipes ist bestrebt, mögliche Auswirkungen seiner Produkte auf Umwelt und Gesundheit zu minimieren. Aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und ihrer hohen Dämmleistung stellen HFO-Treibmittel aus heutiger Sicht eine geeignete Lösung für die Herstellung von Polyurethan-Isolierungen (PUR) für unsere Rohrsysteme dar.
HFOs ermöglichen die Herstellung von PUR-Dämmstoffen mit sehr niedrigen Wärmeleitfähigkeitswerten. Im Vergleich zu alternativen Treibmitteln wie Cyclopentan können damit besonders gute Dämmeigenschaften erzielt werden. Dies trägt dazu bei, Wärmeverluste in Nah- und Fernwärmenetzen zu reduzieren und einen energieeffizienten Betrieb der Rohrsysteme zu unterstützen.
HFOs unterscheiden sich aufgrund ihrer chemischen Struktur von früher eingesetzten fluorierten Treibmitteln. Sie enthalten eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung und werden in der Atmosphäre vergleichsweise rasch abgebaut. Zudem weisen viele HFO-Treibmittel ein niedriges Treibhauspotenzial (GWP) und kein Ozonabbaupotenzial (ODP) auf.
Bei der Bewertung ihrer Umwelt- und Gesundheitseigenschaften sind jedoch die Eigenschaften des jeweils eingesetzten HFO-Treibmittels sowie mögliche Abbauprodukte zu berücksichtigen.
Wesentliche Eigenschaften von HFO-Treibmitteln:
- HFOs enthalten eine chemische Doppelbindung im Molekül.
- Viele HFO-Verbindungen werden in der Atmosphäre innerhalb weniger Tage abgebaut.
- HFO-Treibmittel können ein sehr niedriges Treibhauspotenzial (GWP) aufweisen.
- Die für PUR-Isolierungen eingesetzten HFO-Treibmittel weisen kein Ozonabbaupotenzial (ODP) auf.
- Die toxikologischen und sicherheitstechnischen Eigenschaften sind abhängig vom jeweiligen Stoff und werden anhand der verfügbaren Sicherheitsdaten bewertet.
- Bei bestimmten HFO-Verbindungen können beim atmosphärischen Abbau persistente Stoffe wie Trifluoressigsäure (TFA) entstehen. Diese müssen bei einer umfassenden Umweltbewertung berücksichtigt werden.
Bestimmte HFO-Verbindungen fallen unter die weit gefasste PFAS-Definition der OECD von 2021. Die regulatorische Bewertung dieser Stoffgruppe sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu möglichen Umweltauswirkungen entwickeln sich laufend weiter.
BRUGG Pipes verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam und berücksichtigt sie bei der Bewertung und Weiterentwicklung seiner Isoliertechnologien.
Unser Ziel bleibt es, Rohrsysteme mit hoher thermischer Leistungsfähigkeit anzubieten und gleichzeitig mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit unter Berücksichtigung der verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und geltenden gesetzlichen Anforderungen zu minimieren.